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Mexikanische Churros: Rezept, Geschichte und Varianten

Edmond Bojalil

Edmond Bojalil · Fundador, Recetas Mexas

Actualizado: 12 ago 2026

Mexikanische Churros: Rezept, Geschichte und Varianten

Was ist das?

Der mexikanische churro ist ein langer, gerippter Streifen aus Mehlteig, der in Öl oder Schmalz frittiert wird, bis er außen goldbraun und knusprig, innen weich ist. Er wird in Zucker mit Zimt gewälzt und frisch zubereitet serviert, idealerweise begleitet von dicker heißer Schokolade, café de olla (Topfkaffee) oder atole. Obwohl sein Ursprung spanisch ist, erhielt der churro in Mexiko eine eigene Identität mit Füllungen aus cajeta, Milchkaramell (dulce de leche), Schokolade oder Marmelade und wurde zu einem der beliebtesten Straßensnacks. Legendäre Lokale wie El Moro in Mexiko-Stadt, gegründet 1935, halten diese Tradition lebendig und haben den churro zum Symbol der mexikanischen Stadtkultur erhoben.

Ursprung und Geschichte

Der churro hat einen ungewissen Ursprung, der von einigen Quellen spanischen Hirten der Sierra de los Churros zugeschrieben wird (daher sein Name), die Teig aus Mehl und Wasser frittierten, um ihn zum Kaffee zu essen. Eine andere Theorie verbindet ihn mit dem arabisch-andalusischen Frittieren und den langen buñuelos des Maghreb. Der Larousse Cocina weist darauf hin, dass er mit der Eroberung nach Neuspanien kam und sich als Straßensüßspeise auf den Plätzen etablierte. In Mexiko wandelte sich der churro: Er wurde nicht mehr allein serviert, sondern begleitet von heißer Schokolade, die aus Kakaotafeln, Zimt und Zucker zubereitet wird, Erbinnen der prähispanischen Schokolade. México Desconocido dokumentiert, dass die churrería El Moro, 1935 im Zentrum von Mexiko-Stadt von spanischen Einwanderern eröffnet, die Formel des gefüllten churro populär machte und die urbane churro-Kultur festigte. Heute gibt es traditionelle churrerías in Guadalajara, Puebla und Monterrey mit jahrhundertealten Rezepten.

Charakteristische Zutaten

Der Teig des mexikanischen churro kombiniert Weizenmehl, kochendes Wasser, Salz und manchmal ein Ei oder etwas Öl. Es entsteht ein fester Teig, der in eine churrera oder einen Spritzbeutel mit Sterntülle gefüllt wird und so die charakteristischen Rillen erzeugt, die die knusprige Oberfläche vergrößern. Er wird in Pflanzenöl oder Schmalz bei 180-190 °C frittiert, abgetropft und sofort in Zucker mit gemahlenem Zimt gewälzt. Die Füllung wird nach dem Frittieren eingespritzt, mit cajeta aus Celaya, Milchkaramell, halbbitterer Schokolade, Kondensmilch oder Erdbeermarmelade. Die begleitende Schokolade wird mit mexikanischen Schokoladentafeln (Abuelita, Ibarra oder handwerklich), Milch und einem Hauch Zimt zubereitet; sie wird mit dem molinillo (Quirl) schaumig geschlagen. Die Qualität des Öls und die Temperatur sind entscheidend: Ist es zu kalt, saugt der churro Fett auf, ist es zu heiß, verbrennt er außen und bleibt innen roh.

Kulturelle Bedeutung

Der churro ist einer der demokratischsten Snacks der mexikanischen Kultur: Man isst ihn auf Jahrmärkten, Kirmessen, beim Kinobesuch, beim Weihnachtsessen und als hausgemachte Zwischenmahlzeit. Mexiko-Stadt hat eine wahre churro-Kultur mit Pflichtbesuchen bei El Moro, rund um die Uhr geöffnet, und bei Viertel-churrerías in Coyoacán, Tlalpan und der Roma. In Guadalajara werden die churros mit tejuino oder café de olla begleitet. Im Norden des Landes, besonders in Monterrey und Nuevo Laredo, wurden gefüllte churros als Straßendessert populär. Das Duo churro-Schokolade weckt die Erinnerung ganzer Generationen: Theaterbesuche, Autoreisen, sonntägliche Familienfrühstücke. Die mexikanische Tradition, die churros mit cajeta zu füllen, ist ein origineller Beitrag, der sie von ihren spanischen Verwandten unterscheidet und sie mit der regionalen Süßwarenkunst von Guanajuato verbindet.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen mexikanischen und spanischen churros?
Spanische churros sind meist dünn, ohne zusätzlichen Zucker und werden in dicke Schokolade getunkt. Die mexikanischen sind dicker, werden großzügig in Zucker mit Zimt gewälzt und oft mit cajeta, Milchkaramell oder Schokolade gefüllt, ein origineller Beitrag der mexikanischen Süßwarenkunst, der in der iberischen Tradition fehlt.
Wonach schmecken mexikanische churros?
Sie haben ein knuspriges Äußeres aus Zucker und geröstetem Zimt und ein weiches, buttriges Inneres mit dem neutralen Geschmack des frittierten Teigs. Die Füllung bringt eine intensive Note von Karamell (cajeta), Kakao (Schokolade) oder Frucht. Begleitet von dicker heißer Schokolade bieten sie einen Kontrast aus Süße, Kakaobitterkeit und Zimtgewürz.
Wie werden sie traditionell serviert?
Sie werden frisch zubereitet, heiß, in 15 bis 20 cm langen, mit der Schere geschnittenen Streifen serviert, bestreut mit Zucker und Zimt, begleitet von einem Becher dicker heißer Schokolade zum Eintunken. In Mexiko werden sie auch frisch gefüllt oder in einer Kraftpapiertüte als Straßensnack serviert.
Woher stammen die churros ursprünglich?
Ihr genauer Ursprung ist umstritten zwischen den spanischen Hirten der Sierra de los Churros und dem arabisch-andalusischen Frittieren. Sie kamen im 16. Jahrhundert nach Neuspanien und wurden als Straßensüßspeise populär. Die mexikanische Formel des gefüllten churro festigte sich im 20. Jahrhundert, besonders mit der Eröffnung der churrería El Moro 1935 in Mexiko-Stadt.

Konsultierte Quellen

Edmond Bojalil
Edmond Bojalil

Gründer, Recetas Mexas

Mexikaner aus Puebla, IT-Profi und Foodie. Autor von über 1.000 authentischen mexikanischen Rezepten, angepasst für Küchen auf der ganzen Welt. Lebt seit 2018 in Madrid.

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