
Salsa Xnipec
Rohe yukatekische Salsa aus Habanero, roter Zwiebel und Bitterorange. Scharf und frisch.
Über dieses Rezept
Die Xnipec ist die ikonischste rohe Salsa Yucatáns: fein gehackter Habanero, rote Zwiebel, Tomate, Koriander und der unverwechselbar säuerliche Akzent der yukatekischen Bitterorange. Ihr Name bedeutet auf Maya „Hundenase“ und spielt auf das Schwitzen an, das der Habanero auslöst. Unverzichtbar zu Panuchos, Salbutes, Cochinita Pibil und jedem yukatekischen Gericht.
Geschichte und Herkunft
Die Xnipec – ausgesprochen schi-ni-pek – ist die am stärksten mit der yukatekischen Küche identifizierte Salsa und eine der ältesten des amerikanischen Kontinents. Ihr Name in der Maya-Sprache bedeutet wörtlich „feuchte Hundenase“, ein lebhaftes Bild, das präzise die Wirkung beschreibt, die der Habanero-Chili bei dem hervorruft, der ihn isst: Die Nase läuft, die Augen tränen und die Haut schwitzt in Strömen, genau wie die feuchte Schnauze eines Hundes. Der Habanero-Chili (Capsicum chinense) stammt ursprünglich aus dem Amazonasgebiet und gelangte über vorspanische Handelsrouten nach Mesoamerika. In Yucatán fand er ideale Anbaubedingungen vor – kalkhaltige Böden, tropische Feuchtigkeit und hohe Temperaturen – und wurde seit vorspanischer Zeit zum am meisten angebauten und konsumierten Chili der Halbinsel. Die Maya nannten ihn x-cat-ik oder ik in der yukatekischen Sprache und nutzten ihn sowohl als Nahrung wie auch als Medizin und rituelle Opfergabe. Die Xnipec in ihrer reinsten Form ist eine Zubereitung vorspanischer Inspiration: nur roh gehackter Habanero, vermischt mit Bitterorange. Die moderne Version enthält rote Zwiebel, Tomate und Koriander, Elemente, die mit den Spaniern kamen, sich aber so selbstverständlich in die yukatekische Ernährung integrierten, dass sie heute als Teil des ursprünglichen Rezepts gelten. Die Bitterorange (Citrus aurantium), im 16. Jahrhundert von den Franziskanern eingeführt, ist das charakteristischste und praktisch unersetzliche Element der Xnipec: Ihre erfrischende Säure mildert die Schärfe des Habaneros, ohne sie aufzuheben. Die Xnipec begleitet nicht nur yukatekische Gerichte: Sie ist auch ein Tischgewürz, das in einem kleinen Gefäß neben Salzstreuer, Essig und Sojasauce in allen Restaurants der Halbinsel steht. Auf den Märkten von Mérida wird die Xnipec in kleinen Plastiktüten verkauft, jeden Morgen frisch zubereitet, und man kauft sie zum Mitnehmen nach Hause, so wie man die Zeitung kauft.
Geschätzte Kosten
7.25€
Gesamtkosten
1.21€
Pro Portion
* Ungefähre Preise basierend auf deutschen Supermärkten
Nährwertangaben pro Portion
25
Kalorien
0.5g
Eiweiß
5g
Kohlenhydrate
0.2g
Fett
1g
Ballaststoffe
150mg
Natrium
* Ungefähre Werte. Können je nach verwendeten Zutaten variieren.
Zubereitung
- 1
Schneide den Habanero-Chili in sehr feine Brunoise (2 mm). Trage Latexhandschuhe oder vermeide es, deine Augen während und nach dem Schneiden zu berühren. Der Habanero ist einer der schärfsten Chilis der Welt.

💡 Um die Schärfe zu verringern, entferne die Kerne und die weißen Rippen des Habanero.
- 2
Schneide die rote Zwiebel wie den Habanero in feine Brunoise. Um überschüssige Bitterkeit zu entfernen, gib die gehackte Zwiebel für 2 Minuten in kaltes Wasser und lasse sie gut abtropfen.

- 3
Schneide die Tomate in kleine Würfel und entferne die Kerne, damit die Salsa nicht zu flüssig wird. Hacke den Koriander fein.

- 4
Vermenge alle Zutaten in einer Schüssel: Habanero, rote Zwiebel, Tomate und Koriander. Presse den Saft der Bitterorange (naranja agria) über die Mischung. Wenn du keine Bitterorange hast, verwende den Saft von 2 Limetten und einer süßen Orange gemischt.

💡 Die Bitterorange ist für ein authentisches Xnipec unersetzlich.
- 5
Würze mit Salz nach Geschmack. Gut vermengen und 10 Minuten ruhen lassen, damit sich die Aromen verbinden. Bei Zimmertemperatur servieren. Xnipec wird nicht erhitzt – es ist eine rohe Salsa.

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Gründer, Recetas Mexas
Mexikaner aus Puebla, IT-Profi und Foodie. Autor von über 1.000 authentischen mexikanischen Rezepten, angepasst für Küchen auf der ganzen Welt. Lebt seit 2018 in Madrid.
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