
Cochinita-Burger
Cochinita Pibil im Brioche-Bun mit eingelegten roten Zwiebeln, Habanero und Avocadocreme.
Über dieses Rezept
Der Cochinita-Pibil-Burger ist die schmackhafteste mexikanisch-amerikanische Fusion: Cochinita Pibil – in Achiote und saurem Orangensaft mariniertes Schweinefleisch, langsam gegart, bis es in intensiv rote Fasern zerfällt – ersetzt das klassische Burger-Patty. Serviert wird er in einem getoasteten Brioche-Bun mit in Limette eingelegten roten Zwiebeln (die klassische Beilage zur Cochinita), Habanero in Scheiben für alle, die es scharf mögen, cremiger Avocado und einem Bett aus zerdrückten schwarzen Bohnen. Das Ergebnis ist ein Burger, der nach Yucatán schmeckt: saftig, intensiv und mit der perfekten Balance aus Säure, Süße und Gewürzen.
Geschichte und Herkunft
Die Cochinita Pibil ist das Wahrzeichen der yukatekischen Küche: ein Gericht, das bis in die präkolumbische Zeit zurückreicht, als die Maya Wildtiere (Hirsch, Truthahn) in mit Feuer befeuerten Erdgruben garten (pib bedeutet auf Maya „Ofen unter der Erde“). Mit der Ankunft des von den Spaniern im 16. Jahrhundert eingeführten Schweins wurde die Technik an das Schweinefleisch angepasst, und das Achiote – der rote Samen des Bixa-orellana-Baums, von den Maya als Pigment und Gewürz genutzt – verlieh die charakteristische Farbe und den typischen Geschmack. Der Cochinita-Burger entstand in den mexikanischen Food Trucks der USA, vor allem im Raum Chicago und Los Angeles, wo die yukatekische Gemeinschaft groß ist, und gelangte über die Restaurants der zeitgenössischen mexikanischen Küche nach Spanien und Großbritannien. Die eingelegte Zwiebel, säuerlich und knackig, ist der wesentliche Kontrapunkt, der diesen Burger unvergesslich macht.
Geschätzte Kosten
17.31€
Gesamtkosten
4.33€
Pro Portion
* Ungefähre Preise basierend auf deutschen Supermärkten
Nährwertangaben pro Portion
640
Kalorien
40g
Eiweiß
56g
Kohlenhydrate
28g
Fett
6g
Ballaststoffe
820mg
Natrium
* Ungefähre Werte. Können je nach verwendeten Zutaten variieren.
Zubereitung
- 1
Bereite die Cochinita zu: Löse die Achiote-Paste im Saft der Bitterorange auf. Mariniere das Schweinefleisch mit dieser Mischung, Salz, Kreuzkümmel und Pfeffer mindestens 2 Stunden (oder über Nacht). Wickle es in Alufolie oder Bananenblätter, falls vorhanden.
💡 Bananenblätter verleihen ein sehr typisches krautiges Aroma - suche in asiatischen oder lateinamerikanischen Geschäften.
- 2
Backe bei 160°C für 2,5-3 Stunden, bis das Fleisch mit einer Gabel zerfällt. Zupfe das Fleisch mit zwei Gabeln und mische es mit dem Bratensaft.
💡 Falls du einen Schnellkochtopf hast, reduziere die Zeit auf 60 Minuten bei hohem Druck.
- 3
Bereite die eingelegte Zwiebel zu: Schneide die Zwiebel in feine Streifen, blanchiere sie 30 Sekunden in kochendem Wasser, gieße ab und mariniere sie in Limettensaft mit Salz und einer Prise Oregano mindestens 30 Minuten. Sie bekommt eine kräftige rosa Farbe.
💡 Die eingelegte Zwiebel hält sich bis zu 5 Tage im Kühlschrank.
- 4
Zerdrücke die Avocados mit Salz und Limettensaft für die Creme. Püriere die schwarzen Bohnen mit etwas ihrer Brühe und Salz. Röste die Brioche-Brötchen in einer Pfanne mit Butter an.
💡 Die Avocadocreme ist kein Guacamole - sie sollte weicher und streichfähig sein, ohne große Stücke.
- 5
Setze den Burger zusammen: Streiche schwarze Bohnen auf die untere Brötchenhälfte, gib eine großzügige Portion Cochinita, eingelegte Zwiebel, Habanero-Scheiben und Avocadocreme auf die obere Brötchenhälfte. Klappe zu und serviere mit Pommes oder Chicharrones (Schweinekrusten).
💡 Serviere die Cochinita heiß direkt aus dem Topf, damit das Brötchen nicht aufweicht.
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Gründer, Recetas Mexas
Mexikaner aus Puebla, IT-Profi und Foodie. Autor von über 1.000 authentischen mexikanischen Rezepten, angepasst für Küchen auf der ganzen Welt. Lebt seit 2018 in Madrid.
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